Warum die Liebe die wichtigste Zutat für die Erfolgsgeschichte von UMAMI ist. 

Und was ein einfaches Buch damit zutun hat. 

Schon von klein auf sah ich, wie sie das kleine, in dunkles Leder eingeschlagene Buch hervorholte und mit einem undurchschaubaren Lächeln etwas hineinschrieb, während sie kochte oder wir aßen. 

Eines Tages überreichte sie uns genau jenes rätselhafte kleine Buch, das sie all die Jahre gehütet hatte. Ein Buch, in dem sie all ihre wunderbaren Rezepte niederschrieb – dachten wir. Neugierig schlugen wir die ersten Seiten auf, und stellten überrascht fest, dass immer wieder genaue Kochangaben fehlten. 

Es war kein Rezeptbuch – doch was war es dann? 

Aus Verwunderung wurde Staunen, als wir die Seiten genauer betrachteten und feststellten, dass zwar Angaben zu Arbeitsschritten fehlen mochten, das Buch jedoch von einer Sache weitaus mehr preisgab; einer Sache, die weit wertvoller war, als zu wissen, ob eine Prise Salz fehlte: Gefühle. Was unsere Mutter getan hatte, war ein Rezeptbuch mit Stimmungen zu füllen. Wie in einem Tagebuch hatte sie mit Worten die einzigartige Atmosphäre eingefangen, die jedes Mal entstand, wenn wir gemeinsam zusammen saßen und eines ihrer neu kreierten Gerichte probierten; wie sich die Stimmung meines Bruders beim Probieren des Gerichts von anfänglicher Skepsis, zu Nachdenklichkeit beim ersten Bissen, bis zum Hineinschaufeln mit Begeisterung wandelte. Und uns, wie so oft, alle zum Lachen brachte. 

Egal, was sie zubereitete – sie hatte bei allem, was sie für uns gekocht hatte, die wichtigste Zutat niemals, bei keinem Gericht vergessen: Die Liebe. 

Liebe ist das, was ein Gericht erst einzigartig macht. 

Liebe ist gemeinsame Zeit beim Essen in einer Umgebung, die ebenso einzigartig ist wie das Gericht. 

Liebe ist UMAMI.